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ein schweizerisch-philippinisches Projekt für Kulturaustausch und Zusammenarbeit
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ALLGEMEINES
Der Dialog mit dem Volk der Kalinga ist immer wieder eine neue Herausforderung. Das Denken und Handeln ist für uns aus dem westlichen Kulturkreis immer wieder auch etwas rätselhaft. Die Annäherung an die Gemeinsamkeiten eröffnen aber auch grosse Möglichkeiten des Verstehens anderer Denk- und Handlungsweise.
PATENSCHAFTEN
Der finanzielle Aufwand für Patenschaften musste nach oben angepasst werden. Wir sind dankbar um jede Spende und auch für kürzere Zeit Das neue Schulsystem K-12 (12 Jahre obligatorische Schulzeit) ist eingeführt. Es hat sich gezeigt, dass die Schulabgänger der high school tendentiell eher zunehmen, die Abgänger der Elementary school aber abnehmen. Eine “Akademisierung” ganz im amerikanischen Stil wird dem Bedürfnis der Menschen und des Landes nicht gerecht. Viele Familien wehren sich gegen die Ausweitung der Schulzeit aus finanziellen Gründen und “unproduktiven” Abwesenheit der Kinder. luminawa.ch hat sich entschlossen, nur noch die Handwerkslehren (vocational technical) zu unterstützen. (Siehe auch Patenschaften)
GESUNDHEIT
Im Zentrum von Mabilong, unserem Hauptwirkort ist eine Gesundheitsstation entstanden. Die bisherigen räumlichen Verhältnisse in privaten Unterkünften der Familie Bawer genügten den Bedürfnissen der Bevölkerung nicht mehr und waren auch ungeeignet als öffentliche Einrichtung. Im Dezember 2015 konnte der Bau fertiggestellt und eingerichtet werden. Er wird inzwischen schon rege benutzt. Der untere Stock als die eigentliche Spitex-station von der zuständigen Krankenschwester, von Hebammen und der Mütter- und Säuglingsberatung sowie für die Durchführung der Impfprogramme.  Der obere Stock als Versammlungsraum für Fortbildungen der Gemeinde, als Gymnastikraum, als Konferenzraum der Lehrer usw. ist auch schon in Gebrauch. Eine offizielle Einweihung hat noch nicht stattgefunden. Sie wird aber bei einem unserer nächsten Besuche über die Bühne gehen.
KULTUR
Bei unserem Besuch im April 2016 konnten wir eine Lösung des Krankenschwesternproblems finden. Eine Schwiegertochter von Sapi Bawer wird die Arbeit als Übergangslösung übernehmen als Volontär, da sie als Angestellte am örtlichen Spital keiner weiteren bezahlten Arbeit nachgehen darf, da sie sonst ihre Stelle verlieren würde. Eine Lösung für die Abgeltung ihrer Arbeit haben wir aber auch gefunden. Neu haben wir auch eine Präventionskampagne gegen das häufige Auftreten von Bewegungsapparatproblemen, wie Verspannungen, Muskelschmerzen und Gelenkprobleme, aber vorallem Rückenschmerzen eingeleitet. Bewegungsübungen mit Frauen und Männern werden von einer Therapeutin angeboten. Islit, der lokale Heiler und “Physiotherapeut” arbeitet auch im Zentrum, wo er den Untersuchungstisch für seine Arbeit benützen kann.
Gesundheitsstation sog. health center
Komposttoilettenprojekt   sog. TTS Toilettentrennsystem oder urine separating toilet
die sanitarisch-hygienischen Verhältnisse sind in keiner Weise optimal vor Ort. Sie fördern die Erkrankung von infektiösen Krankheiten massiv und deshalb prioritär zu verbessern, auch um den Gebrauch von Antibiotika einschränken zu können. In einer erweiterten Evaluation schien uns das Trenntoilettensystem TTS, wie es in den nordischen Ländern in abgelegenen Regionen in Gebrauch ist, sehr geeignet, um es im kleinen Rahmen eines Pilotprojektes einzuführen. Ein Modell wurde der  Bevölkerung im Herbst 2017 vorgestellt und je nach Akzeptanz als Projekt in Aussicht gestellt. Die Rückmeldungen waren begeisternd, sodass wir in der Schweiz zu Vorbereitung des Pilotprojektes schritten. Aktuell ist ein Import der schwedischen Zubehörteile (Separett Sweden) im Gang und in weiteren Reisen Ende August und Mitte September 2018 die Einführung der Handwerker, wie der Benutzer vorgesehen. Es werden 12 Familien ausgewählt für das Pilotprojekt, um ein Scheitern möglichst zu umgehen. In einer erweiteren Projektphase wird dann der Toilettenbau ausgedehnt und dadurch möglichst Arbeitsplätze geschaffen. Das Ganze sollte einmal selbsttragend werden. Gleichzeitig ist ein enger Kontakt mit den Behörden vorgesehen, um unliebsame politische “Eingriffe” zu vermeiden.
Karin Jana Beck, Musik- und Ausdrucktherapeutin M.A. hat bei ihrem mehrwöchigen Aufenthalt 2015 viele Lieder aufgenommen, zusammen mit Sapi Bawer auch die Texte und Melodien gesichtet und nach langer Aufarbeitung und verschiedenen Korrekturen, Sichten durch Sapi Bawer und in mehrmonatiger Arbeit mit dem Tonspezialisten im Tonstudio eine CD geschaffen, die ihresgleichen sucht. Sie vermittelt die Musik und Rhythmen in einer Kollektion traditioneller, indigener Songs und Sounds der Kalinga in den Bergen der Cordillera im Norden der Insel Luzon. Sie entstammen der Quelle der Vorfahren und zeigen eindrücklich das Gemeinschaftsgefühl, die Natürlichkeit und Würde eines Stammes und seine heutige Friedfertigkeit. Sie wurde am 27.8.2017 feierlich aus der Taufe gehoben in einem Anlass zum Mitsingen in der Kirche Halden St. Gallen Sie wird verkauft von der Geschäftsstelle luminawa.ch, Müliloch, 9650 Nesslau und von Karin Jana Beck, Schlosserstr. 23, 8400 Winterthur Tel 052 222 66 91
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